Gericht stoppt Bau der Freiberger Ortsumgehung
23.09.2010Wunsch und Bedürfnisse der Menschen
werden ignoriert
Zu der gestrigen Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts, den Bau der Ortsumgehungsstraße in Freiberg vorerst zu stoppen, erklärt der sächsische FDP- Bundestagsabgeordnete Heinz-Peter HAUSTEIN:
„Seit Jahren und Jahrzehnten warten und hoffen die Menschen auf die Umgehungsstraße, die einen, weil der Schwerlastverkehr im Innenstadtbereich direkt an der Haustür vorbeidonnert, die anderen, weil die Stadt zur Hauptverkehrszeit wegen der Überlastung der Straßen kaum zu durchfahren ist.
Nun erleben wir wieder einmal, wer in diesem Land das Sagen hat: Nicht die Mehrheit der Menschen, sondern ein paar selbsterklärte Weltverbesserer, die gegen alles sind, was mit Bau, Straßenbau und Verkehr zu tun hat. Es fehlt ihnen bei ihren ideologischen Grabenkämpfen von vorgestern an Augenmaß und Weitblick. Denn man kann nicht wegen der Sichtung eines Frosches den Bau einer Straße stoppen, der für eine ganze Region eine solch große Bedeutung hat.
Das hilft den Menschen nicht. Dabei wäre die Senkung der Abgase und des Lärms in Freiberg durch die Ortsumgehung tatsächlich mal ein praktischer Beitrag zu Umwelt- und Naturschutz. So erweisen sie ihrer Sache einen Bärendienst.“