Bernsteinzimmer

Die Suche nach dem legendären Bernsteinzimmer ist sicherlich eine meiner größten Leidenschaften. Seit mir vor über zehn Jahren ein Deutschneudorfer, der die letzten Tage des Zweiten Weltkrieges miterlebt hat, den Hinweis gab, in meiner Gemeinde wäre zu Kriegsende etwas von den Nazis eingelagert worden, zählt die Suche nach dem Bernsteinzimmer zu meinen Hobbies. Einige mögen mich für verrückt halten. Damit kann ich leben. Denn ich weiß, was ich weiß und Hinweise und Indizien gibt es mehr als genug. Sie dürfen gespannt sein und vielleicht schon in naher Zukunft längst verloren geglaubte Schätze in Deutschneudorf bewundern. Eine ausführlichere Schilderung meiner Suche nach dem Bernsteinzimmer finden Sie auf dieser Homepage unter der Rubrik "Bernsteinzimmer". Feuerwehr
Feuerwehrmann/ -frau ist immer noch einer der Traumberufe vieler Kinder und 
Jugendlicher. Auch ich fand diesen Beruf seit frühester Kindheit sehr spannend. Dass ich mich schon seit langem in der Freiwilligen Feuerwehr Deutschneudorf engagiere liegt aber nicht nur in meinem Interesse begründet, sondern weil ich denke, dass jeder seinen Teil dazu beitragen muss, wenn man in einer Gemeinschaft zusammenlebt. Seit 1980 bin ich Mitglied der FFW Deutschneudorf und trage den Dienstgrad „Hauptlöschmeister“, auch wenn ich natürlich wegen meines eigentlichen Berufes nicht aktiv in der Feuerwehr mitarbeiten kann. Außerdem bin ich seit 2005 auch Ehrenmitglied der FFW Deutscheinsiedel.
Warum freiwillige Feuerwehren so wichtig sind, ist in den letzten Jahren leider gerade in Deutschneudorf deutlich geworden: Seit Ende 2006 ist Deutschneudorf und Umgebung 
von einer andauernden Brandserie betroffen, hinter der ein Serientäter vermutet wird. Zuletzt brannte im Februar 2008 eine Scheune nieder, insgesamt gehen mindestens sieben Brände auf das Konto des Täters. Der schlimmste Brand ereignete sich im Juli 2007: Ein Mehrfamilienhaus brannte komplett aus und zwei Menschen erlitten eine Rauchvergiftung. Der Täter konnte bis jetzt noch nicht gefasst werden. Ohne die Freiwillige Feuerwehr Deutschneudorf, die dank ihrer engagierten Mitglieder stets innerhalb weniger Minuten vor Ort war, wären die Schäden noch viel verheerender gewesen. Daher gebührt den Männern der FFW unser größter Dank.
Aber nicht nur bei den z. T. lebensgefährlichen Einsätzen – zu denken ist auch an das schlimme Hochwasser im Sommer 2002, das Deutschneudorf übel mitspielte - ist Dank 
angebracht. Auch bei den vielen kleinen Dingen im Leben hilft die Feuerwehr weiter: Bei der Rettung kleiner Kätzchen aus hohen Bäumen, bei der Beseitigung von Unwetterschäden und bei vielem mehr. Für diese wichtigen Aufgaben muss die Feuerwehr auch entsprechend ausgerüstet sein. Daher freute es mich besonders, dass ich den Jungs von der FFW Deutschneudorf am 1. Mai ein neues Tanklöschfahrzeug zur Nutzung übergeben konnte, womit wir jetzt noch besser gerüstet sind. Aber wie jeder Feuerwehrmann, so hoffe natürlich auch ich, dass wir das Fahrzeug niemals brauchen werden.
Fußball
In der Liste „männlicher Hobbys“ darf natürlich auch Fußball nicht fehlen. Allerdings bin ich nicht nur passiver Fan, sondern durchaus auch aktiver Spieler. Ich bin Mitglied im
Sportverein Blau-Weiß Deutschneudorf und spiele in der Altherren-Mannschaft im defensiven Mittelfeld. Ein besonderer Coup gelang uns, als wie im August 2006 ein Freundschaftsspiel zwischen Blau-Weiß Deutschneudorf und Lok Leipzig organisiert haben. Dass ich dazu auch noch meinen Bundestagskollegen, den ehemaligen Fifa-Schiedsrichter Bernd Heynemann überreden konnte, das Spiel zu pfeifen, verlieh dem Ganzen endgültig den Glanz. Jedem wird klar sein, wie das Spiel ausgegangen ist: Am Schluß einigten wir uns augenzwinkernd auf ein „Unentschieden“. Es war ein fantastischer Tag, bei dem alle Beteiligten viel Spaß hatten – auch wenn Bernd Heynemann mit Sicherheit schon bessere Spiele gesehen hat …
Damit ich durch das ständige Sitzen nicht ganz einroste, spiele ich auch, wenn ich in Berlin bin, ein bisschen Fußball, beim FC Bundestag, der parlamentarischen Fußballmannschaft. Es tut gut, sich wenigstens einmal in der Woche abends nach den langen Sitzungen noch einmal ein bisschen zu bewegen. Und natürlich ist dabei Gelegenheit, auch mit Kollegen aus anderen Fraktionen und Arbeitsgebieten und fernab der üblichen steifen Rituale ins Gespräch zu kommen und das eine oder andere auch mal direkt zu besprechen. Und natürlich ist es auch gut für das eigene Ego, einmal zu sehen, dass auch der Bundesverteidigungsminister gelegentlich einen Fehler in der Verteidigung macht.

Ansonsten stehe ich auch – wenn nicht auf dem Platz – so doch zumindest am Rand. So drückte ich in der vergangenen Saison dem FC Erzgebirge Aue die Daumen im Abstiegskampf. Leider Gottes half mein Beistand nicht, der FC Erzgebirge Aue stieg in die Dritte Liga ab. Ich bin aber optimistisch, dass er dort nicht lange wird verweilen müssen. Ein Wiederaufstieg ist meines Erachtens drin und vielleicht winkt eines Tages sogar die erste Fußballbundesliga. Zu gönnen wäre es den Erzgebirgern allemal. Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung wäre trotz des Abstiegs die Sanierung des Erzgebirgsstadions, die längst überfällig ist.
Posaunenchor

Musik gehörte schon immer zu meinem Leben. Bereits seit meinem 10. Lebensjahr bin ich Mitglied im Posaunenchor Deutschneudorf und spiele dort das Tenorhorn. Auch heute trete ich noch ab und zu auf, z. B. in der Seiffener Kirche. Ich bin sicherlich nicht der begnadetste Tenorhornspieler, den die Welt je gesehen hat, aber das Spielen macht mir Spaß und ich kann dabei hervorragend nach einer anstrengenden Sitzungswoche in Berlin abschalten. Wobei es manchmal auch ganz schön anstrengend ist, aus dem Tenorhorn einen Ton herauszubekommen… Da bleibt einem schnell mal die Puste weg, wenn man vor lauter Arbeit eine Weile pausieren musste und ein wenig aus der Übung ist.
Aber zum Glück gibt es ja auch noch andere Musiker, deren Musik man lauschen kann ohne selbst spielen zu müssen. Ich liebe es, guter Musik zuzuhören, da ist die Musikrichtung fast egal: von Klassik über Rock und Pop bis hin zu volkstümlicher Musik aus dem Erzgebirge. Daheim in Deutschneudorf habe ich mein Wohnzimmer zu einem Musikzimmer umfunktioniert. Es ist einfach herrlich, nur im Wohnzimmer zu sitzen und der Musik zu lauschen – da kann man der Welt um sich herum für einige kostbare Minuten entfliehen, wenn der Alltag gar zu hektisch wird.
Erzgebirgsverein: Vergaß dei Haamit net!
Schließlich bin ich auch im Erzgebirgsverein Mitglied. Der Verein ist einer der ältesten und traditionsreichsten Gebirgs- und Wandervereine in Deutschland. Ich bin sehr froh, dass es diesen Verein gibt, denn er hat sich mit ganzem Herzen der Pflege und dem Erhalt des erzgebirgischen Brauchtums, des heimatlichen Liedgutes sowie der erzgebirgischen Mundart verschrieben. In einer immer schnelllebigeren Zeit und in einer globalisierten Welt können Werte wie Traditionen und die Pflege regionaler Brauchtümer schnell in Vergessenheit geraten. Damit würde aber ein wichtiges und bedeutendes Stück unserer Kultur verschwinden. Und Kultur und Traditionen sind kostbar, denn sie stiften Gemeinschaft und Identität. Daher gebührt dem Verein und seinen 4.000 Mitgliedern in 6 Bundesländern großer Dank für ihr Engagement hinsichtlich der Weitergabe der erzgebirgischen Tradition.Auch im Hinblick auf die Förderung heimatkundlicher, natur- und kulturwissenschaftlicher Kenntnisse ist der Verein sehr engagiert. Er setzt sich ein für die Pflege, Markierung und Konzeption der Wanderwege durchs Erzgebirge und veranstaltet mit Jung und Alt Wanderungen durch die schöne Natur. Dabei kann Wissen, z. B. über einheimische Pflanzen, historische Orte oder Kulturschauplätze, viel besser vermittelt werden, als es in der reinen Theorie je möglich wäre. Gerade auch die junge Generation profitiert von der Überlieferung und Weitergabe dieses Wissens. Damit das so bleibt, gehören auch Umwelt- und Naturschutz sowie Landschafts- und Denkmalpflege zu den Tätigkeitsfeldern des Erzgebirgsvereins. Nicht zuletzt setzt sich der Verein für die Förderung internationaler Gesinnung, der Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und des Völkerverständigungsgedankens ein – was auf Grund der räumlichen Nähe zu und engen Kooperation mit der Tschechischen Republik auch nicht sehr verwunderlich ist.
Das Motto des Erzgebirgsvereins kann ich jedenfalls guten Gewissens jedem Bundesbürger ans Herz legen: „Vergaß dei Haamit net!“ Denn wenn jeder sich auf seine Wurzeln zurückbesinnt und sich im Kleinen für seine Heimat stark macht, dann kann es insgesamt in Deutschland nur aufwärts gehen.
