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Hochofen und Überlebenskampf Buch über das Entstehen und Werden von ''Rothenbergk'' am Kamm

Kurz nach seinem 80. Geburtstag hat er es geschafft, der Deutschneudorfer Holzkunsthandwerksmeister Günter Hennig präsentierte im Huthaus der Morgenröthe-Fundgrube sein Buch "Als die Glut erlosch - Vom Hochofen zum Exulantendorf". Sicher etwas ungewöhnlich für einen Männelmacher (bekannt u.a. durch seine Papst-Benedikt-Miniaturen), aber Hennig war schon immer sehr heimatinteressiert. Das Buch habe er vor allem für seine Kinder geschrieben, die ihm wiederum bei der Produktion (im Eigenverlag, gedruckt in der Bergakademie) unterstützten. Hennig: "Im Jahre 1948 bin ich hierher `auf die Heirat` gekommen. Angelangt auf dem Kupferweg, habe ich erstmal nach `Kaden` gefragt. "Die gibts hier haufenweise" war die 1. Antwort. Na, den mit Werkstatt... "Solche gibts auch haufenweise" war die 2. Antwort... Solche kleinen Anekdoten hat Hennig immer wieder in das 144 Seiten starke Werk eingeflochten. 
Viele seltene Fotos, Häuserhistorien, ein Personen-register von 1838 und eine augenfreundliche große Schrift sind auch inclusive. "Und alles ist belegt" betont Günter Hennig, der 1997 bei der Einrichtung des Deutsch-neudorfer "Hauses der Heimat" maßgeblich mit beteiligt war. Zum Inhalt soll hier nicht allzuviel verraten werden. Als Deutsch-neudorfs Gründungsjahr gilt 1637, und somit feiert Deutsch-neudorf wie Freiberg im Jahre 2012 ein Jubiläum. Maßgeblich für die Gründung des Ortes war der vom bekannten Rothenthaler Unternehmer August Rothe errichtete Hochofen. Hochofenarbeiter und Glaubensflüchtlinge bildeten somit die ersten Siedler von "Rothenbergk" - inmitten des Waldes der Herrschaft Purschenstein. Deren Besitzer, die Familie von Schönberg sponsorte später auch den Bau der Kirche, nachdem die Einwohnerschaft knapp 100 Jahre lang über zehn Kilometer nach Neuhausen zum Gottesdienst laufen musste. Das Leben am Erzgebirgskamm war ohnehin durch zahlreiche Heeresdurchzüge, Mißernten und Endlos-Winter ein ständiger Überlebenskampf, welcher erst mit den Gründerjahren Ende des 19. Jahrhunderts endete. 
Zitat: "Im Nordischen Krieg fielen die Schweden in Sachsen ein, die Leute litten unsäglich. Aus abgelohnten Soldaten, Deserteuren und Zigeunern hatten sich im Gebirge große Räuberbanden gebildet. Über Deutschneudorf brach eine solche Bande 1706 herein. (...) Die Armut unserer Gemeinde kann man auch aus der ältesten Jahresrechnung 1715/16 erkennen - sie bestand aus nur einem Blatt: Vorderseite Einnahmen Rückseite Ausgaben. Letztere betrafen u.a. Gelder fürs Wachhaus, Helme und Gewehre, Leichentuchwaschen, Botenlöhne, Papier und Gesetzesblätter." Der heutige Bürgermeister und MdB Heinz-Peter Haustein: "Eine ganz große Leistung, dieses Büchlein. Es sind auch für mich sehr viele neue Fakten drin." Die Premiere mit Lesung erlebten über 60 Interessenten. Darunter sicher auch ein paar "Bernsteinzimmerfans", die sich aus dem Buch diverse Hinweise erhoff(t)en. Übrigens Huthaus: Dieses wird neuerdings vom Freiberger "Le Bambou" mitbewirtschaftet.
Erfolg hoch 3
Bei seinem Treffen mit der Regionspräsidentin von Usti Jana Vanhova und ihrem Stellvertreter Arno Visera konnte Heinz-Peter Haustein in seiner Rolle als Bürgermeister von Deutschneudorf und Bundestagsabgeordneter 3 echte Teilerfolge erringen.
Beim Thema Windkraftpark in Moldova waren sich Herr Haustein und Michael Eilenberger, der Vertreter der Bürgerinitiative "Gegenwind Erzgebirge", einig, dass der Park Naturschutz und Tourismus schädige. Dabei erhielten sie auch von tschechischer Seite Zuspruch. Peter Haustein übernahm die Initiative und sicherte zu, sich mit dem deutschen und dem tschechischen Umweltministerium in Verbindung zu setzen.
Auch der Protest gegen die Luftverschmutzer von Chemopetrol traf auf umfassende Zustimmung. Sowohl in Deutschland als auch in Tschechien sei die Geruchsbelastung enorm. Da sich das Unternehmen in polnischer Hand befindet, wurde vereinbart, dass man den Weg über das Auswärtige Amt geht und somit die polnischen Unternehmer mit an den Verhandlungstisch holt. Heinz-Peter Haustein sicherte zu, sich unverzüglich an den Außenminister Dr. Guido Westerwelle in einem Brief zu wenden.
Die geplante Verbindungsstraße zwischen Lobendava in Tschechien und Langenburkersdorf in der sächsischen Schweiz war die dritte Hürde, die genommen wurde. Herr Haustein bot an, den Bedenken der Bevölkerung nachzugehen, dass das Verkehrsaufkommen massiv steigen würde, wenn die Straße gebaut wird.
Alles in allem war der Besuch des Bundestagsabgeordneten ein Erfolg, der es erlaubt optimistisch in die Zukunft zu blicken, dass wir weiterhin in einem natürlichen und sauberen Erzgebirge leben können.
Sehen Sie hier das Resümee von Heinz-Peter Haustein
Das Runde muss ins Eckige
Auch dieses Jahr standen die Sportanlagen im Bundestag wieder einen Abend unter dem Motto "Das Runde muss in das Eckige"Das alljährliche Benefiz-Fussballturnier lockte auch diesmal zahlreiche Mannschaften aus Wirtschaft und Gesellschaft als Teilnehmer an, die neben sportlichen Höchstleistungen auch einen finanziellen Beitrag boten. So konnten insgesamt 25.000€ an Spenden eingesammelt werden, die verschiedenen Hilfsprojekten in Eritrea zugute kommen.
Anders als in der Tagespolitik wurden die "Koalitionen" diesmal nur von der Farbe des Trikots bestimmt. Es wird wohl in absehbarer Zeit nicht vorkommen, dass Linke und Union gemeinsame Wege gehen. Aber an diesem Abend war alles anders. So sorgten Klaus Riegert (CDU/CSU) mit seinem Pass auf Paul Schäfer (Linke) und dessen Weitergabe auf Christian von Stetten für das erste Tor des Abends.
Mit vielen Vertretern der FDP war es eine ungewohnt bunte Mischung.
Von links nach rechts: Bundestagspräsident Norbert Lammert MdB, Klaus Riegert MdB, Heinz-Peter Haustein MdB, Dr. Peter Schwindal
Interfraktionelle Zusammenarbeit der sportlichen Art wurde also großgeschrieben bei dem Turnier, an dem insgesamt neun Teams teilnahmen. Neben zwei Mannschaften vom Gastgeber waren Teams von Coca Cola, der Hybeta GmbH, von UPS, Continental, ISS/Vatro, Securitas und Abacus dabei.
Dafür fand Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert (CDU/CSU), der das Turnier eröffnete, auch lobende Worte: "Ich freue mich, dass sich so viele Mannschaften gefunden haben, die ihren Beitrag zu diesem wichtigen Anliegen leisten wollen." Dass er selbst von Teamkapitän Riegert nicht gefragt worden sei, ob er mitspielen wolle, führe er ausdrücklich darauf zurück, dass sein Fraktionskollege ihn vor einem Verletzungsrisiko schützen wollte, setzte der Hausherr augenzwinkernd hinzu. Klaus Riegert, vom Moderator der Veranstaltung als "Kaiser Franz des Bundestagsfußballs" bezeichnet, blieb es schließlich vorbehalten, den Scheck an Dr. Peter Schwindal vom Hammer Forum e.V. zu übereichen.
Protest per Skilauf gegen Monsterwindpark
Holzhau (ULB). Auch mal was Neues: Eine Protestwanderung per Ski! Die gegen den geplanten Monsterwindpark am Erzgebirgskamm bei Moldava bzw. Holzhau agierende Bürgerinitiative "Gegenwind" führte diese originelle Aktion am 27. Februar durch. Treff war zunächst an der alten Wittig-Baude nahe Mikulov (früher Niklasberg), an der nochmals auch plakatmäßig auf das Anliegen hingewiesen wurde. Für 33 Aktivisten - mit extra Leibchen-Markierung - ging es dann 12 Kilometer über die Hochflächen bei Moldava hinunter ins Tal der noch jungen Freiberger Mulde. Die Skiläufer konnten sich dabei auf recht praktische Art und Weise die etwaige Landschaftsverschandelung ausmalen.
Prominentester Teilnehmer war der Deutschneudorfer Bürgermeister und FDP-Bundestagsabgeordnete Heinz-Peter Haustein. Er meinte zum Ausklang am Gasthaus Teichhaus: „Mit unserer Skiwanderung war für jedermann ersichtlich, dass die Bürgerinitiative weiterhin aktiv ist. Des Weiteren wurde mit der Tour auf den drohenden schweren Eingriff in die Natur hingewiesen und dazu ermuntert, sich der Initiative anzuschließen. Zweitens wurde für alle Teilnehmer unmittelbar erfahrbar, wie schön unser Erzgebirge ist. Unvorstellbar, dass diese Skiwanderung in wenigen Jahren einem Slalom durch Windkrafttürme gleicht. Wir werden jedenfalls weiterhin nach Kräften gegen den Anlagenbau kämpfen."
Nächste Runde im Kampf gegen die Anlagen (in den Alpen oder im Schwarzwald ja undenkbar) ist ein Gespräch der deutschen Seite mit der nordböhmischen Regierungspräsidentin Vanhova in Aussig am 9. März. Gerüchteweise war am Rande zu erfahren, dass die eigentlichen Geldgeber des Monsterwindparks gar keine Tschechen sind.



