Heinz-Peter Haustein, FDP

zurück | | Sitemap | Seite weiterempfehlen | Druckversion | 
Freitag, 18. Mai 2012

Verkehrte Welt in Berlin!

02.10.2008


Bundestagsverwaltung mahnt Verzicht auf Erzgebirgsplakat im Abgeordnetenbüro an, während Vandalismus alleine bei der Deutschen Bahn jährlich 50 Mio. € kostet.

Anläßlich einer Aufforderung der Verwaltung des Deutschen Bundestages, auf das Aufhängen eines Posters an der Tür seines Abgeordnetenbüros zu verzichten,
erklärt der sächsische FDP- Bundestagsabgeordnete, ehrenamtliche Bürgermeister und Unternehmer Heinz-Peter HAUSTEIN:

„Gestern klebte mir die Bundestagsverwaltung eine Hausmitteilung auf das Poster des Erzgebirgischen Freilichtmuseums Seiffen, das ich von außen an der Tür zu meinem Berliner Büro angebracht habe. In der Mitteilung wurde ich aufgefordert, auf das Anbringen von Postern und Plakaten zu verzichten, da ich damit die Tür „verunreinigen“ würde. Ich finde das geradezu lächerlich! Ich habe das Poster mit Klebestreifen befestigt und diese hinterlassen nach dem Abnehmen garantiert keinerlei Spuren.
Zum einen ist es hier ein guter Brauch, dass Abgeordnete ein Poster aus ihrer Region an ihrer Bürotür hängen haben. Es erleichtert Besuchern im Gewirr der vielen gleich aussehenden Gänge und Flure, Abgeordnetenbüros zu finden. Außerdem ist es ein Stück gelebter Föderalismus und legitime Werbung für die Region, die man wohl jedem frei gewählten Abgeordneten des Deutschen Parlaments zugestehen sollte.
Zum anderen zeigt das eine unfassbare Unverhältnismäßigkeit auf. Gerade vorgestern veröffentlichte die Deutsche Bahn die Meldung, dass ihr im letzten Jahr durch Vandalismus ein Schaden von 50 Mio. € entstanden ist. Anstatt mit allem Nachdruck gegen diese mutwillige Zerstörung vorzugehen, für die letztlich die Kunden mit höheren Preisen bestraft werden, geht man die Abgeordneten wegen eines Posters an. Ich habe mich heute in einem Schreiben an den Bundestagspräsidenten gewandt und erklärt, dass ich aus den genannten Gründen nicht beabsichtige, das Poster zu entfernen.
Ich möchte Vereine und andere gemeinnützige Institutionen im Erzgebirge aufrufen, mir ihr Poster zu schicken. Ich werde es gerne für eine Zeit an meine Bürotür hängen.“

 zurück | Startseite | Seite weiterempfehlen | Druckversion | zum Seitenanfang