Heinz-Peter Haustein, FDP - Aktuelles


Aktuelles


29.09.2008

Führt neue Schatzkarte zum Bernsteinzimmer?

Deutschneudorfs Bürgermeister prüft heiße Spur

DEUTSCHNEUDORF - Das Schatzgräber-Virus wird Bürgermeister Heinz Peter Haustein (53, FDP) nicht mehr los. Auf der Suche nach verschollenen Kunstgütern - gar dem Bernsteinzimmer - lässt er nicht locker. Jetzt gibt es eine neue heiße Spur: eine Schatzkarte, die ihm aus Tschechien zugespielt wurde.

Weder gibt Haustein auf, noch verebben die Geschichten im Ort - über SS-Kommandos, die schwere Kisten in Stollen trugen. Dennoch lässt er es ruhiger angehen und verlässt sich ganz auf die von ihm in Auftrag gegebenen wissenschaftlichen Messungen. „Die Daten werden erst exakt ausgewertet. Aber es steht fest, dass wir oberhalb des Bahnhofs an der richtigen Stelle sind. Nur der Eingang muss noch gefunden werden. Ob uns die neue Karte dabei helfen kann, wird auch geprüft.“

Von spontanen Bohrungen, wie die von Hobby-Schatzsucher Christian Hanisch (49), hält er wenig. Der hatte zuletzt erneut einen Bagger geordert - ohne Ergebnis. In den kommenden Wochen will Heinz Peter Haustein entscheiden, wann er die nächste Suchaktion startet. Nur eins steht felsenfest: „Wir werden den Schatz finden!“
dpe

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MORGENPOST - Ausgabe Chemnitz, 29.09.2008

05.08.2008

Fernsehteam begleitete die Schatzsucher

Sachsenspiegel-Reportage im MDR berichtet morgen Abend über das "Fieber" in Deutschneudorf

Deutschneudorf. Deutschneudorf an der tschechischen Grenze ist ein Eldorado der Schatzjäger. Es geht um Gold, Edelsteine und Gemälde, die während des Zweiten Weltkrieges hier versteckt worden sein sollen. Im Blitzlichtgewitter der Medien steht dabei seit Jahren immer wieder Heinz-Peter Haustein, der Bürgermeister der Gemeinde und Bundestagsabgeordnete der FDP.
In der zweiten Reihe gräbt und bohrt dagegen ein schnauzbärtiger Mann in der Tarnjacke: Christian Hanisch aus Krumstedt in Schleswig-Holstein. Bisher hatte er kleinere Gegenstände von Weltkriegsschlachtfeldern zusammengeklaubt, jetzt aber will er an das ganz große Ding. Im Winter 2007/08 hatte er Bürgermeister Haustein von den Aufzeichnungen seines Vaters erzählt. Danach müssten Anfang 1945 am ehemaligen Güterbahnhof von Deutschneudorf zahlreiche Kisten mit wertvollem Inhalt vergraben worden sein. Bürgermeister Haustein veranlasste daraufhin am Bahnhof eine große Suche, die intensiv von den Medien verfolgt wurde.
Und tatsächlich schienen die Schatzsucher im Februar dieses Jahres fündig geworden zu sein. Christian Hanisch glaubte fest an den Erfolg: "Hier unten ist ein Hohlraum, und es sind geometrische Figuren zu sehen, vermutlich Goldbarren!", erklärte der Schatzsucher nach der Auswertung von Messdaten. Doch trotz allen Suchens fand er nichts im harten Erzgebirgsfels.
Christian Hanisch lässt sich aber nicht entmutigen, bohrt unbeirrt auf eigene Faust weiter, auch ohne Bürgermeister Haustein. Was ist dran am Goldrausch in Deutschneudorf? Ein Fernsehteam begleitete die Schatzsucher mit der Kamera und fand Erstaunliches. "Die Jäger der Nazi-Schätze" - heißt die Sachsenspiegel-Reportage am morgigen Abend, um 21.15 Uhr im MDR-Fernsehen. (AR)
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Publikation: Freie Presse
Lokalausgabe: Freiberger Zeitung
Erscheinungstag: Dienstag, den 05. August 2008
Seite: 11
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Schatzgüterversteck: Anomalien festgestellt

Messungen nach verschiedenen Verfahren nähren Hoffnung auf diverse Hohlräume

Deutschkatharinenberg (ULB). Wie bereits berichtet, waren kürzlich drei geophysikalische Firmen aus der Region im Gelände des vermuteteten Schatzgüterverstecks am ehemaligen Deutschkatharinenberger Bahnhof unterwegs. Sie nahmen in dem - sich inzwischen zum "Pilgerstelle" gemauserten - Terrain an mehreren Stellen Messungen vor.
Zum aktuellen Stand der Schatzgütersuche im Schweinitztal referierte MdB Heinz-Peter Haustein kürzlich im Deutschkatharinenberger Huthaus vor Mitarbeitern des Vermessungsamtes Zschopau.
Foto: St. Ulbricht
"Wir konnten an zwei Punkten Anomalien feststellen", so Prof. Bernd Leißring, unter dessen Leitung die Aktionen stattgefunden haben.
Zum Einsatz kam zunächst Georadar. Dabei werden Störungen in den oberen Schichten des Erdbodens durch die Reflexion elektromagnetischer Strahlung gemessen. Zweitens wurde mit Geo-Elektrik gearbeitet. Bei diesem Verfahren wird die Erdkruste durch Messung von elektrischer Spannung und Stromstärke an der Erdoberfläche erforscht. Und drittens sind Radon-Messungen zum Einsatz gekommen. Dabei wird aus dem Boden Radongas angesaugt und dessen Konzentration ausgewertet. Während im Freien die mittlere Radonkonzentration ungefähr 10 Bequerel pro Kubikmeter beträgt liege sie in Luftporen im Erdboden bei rund 20.000 Bequerel je Kubikmeter. Zwischen Schweinitz und Bahnhofssteilhang sind zumindest aber an einer Stelle deutlich höhere Werte festgestellt worden. Das könnte auf das Vorhandensein von Hohlräumen, wie etwa eines Stollens hindeuten. Zudem lasse sich auch die Existenz einer "Einlagerung" in 5 bis 7 Metern Tiefe nicht ausschließen. Das geht jedenfalls aus den Messprotokollen hervor, welche natürlich auch MdB Heinz-Peter Haustein vorgelegt wurden.

Schatzsuche: Haustein bleibt optimistisch

Deutschkatharinenberg. Das Wort Aufgeben gibt es nicht im Sprachschatz von Deutschneudorfs Bürgermeister Heinz-Peter Haustein. Auch wenn der Hobby-Schatzsucher bis jetzt weder das Bernsteinzimmer noch einen Goldschatz gehoben hat, hält er an seiner Vision fest. Deshalb ist in Sachen Schatzsuche in den vergangenen Wochen auch nur nach außen hin Ruhe eingekehrt. Vor Ort ist dagegen weiter intensiv gearbeitet worden - durch drei geophysikalische Firmen aus der Region.
Sie haben an mehreren Stellen in der Gemeinde Messungen vorgenommen, um Anomalien im Erdreich zu entdecken, bei denen es sich eventuell um Hohlräume handeln könnte. Und der Aufwand scheint sich gelohnt zu haben: "Wir konnten an zwei Stellen im
Bereich des Bahnhofes in Deutschkatharinenberg Anomalien feststellen", bestätigt Geophysik-Professor Bernd Leißring, unter dessen Leitung die Messungen stattgefunden haben.
Zum Einsatz gekommen sind dabei drei verschiedene Verfahren, um Fehler größtenteils auszuschließen. Das war zum einen ein Georadar. Dabei werden Störungen in den oberen Schichten des Erdbodens durch die Reflexion elektromagnetischer Strahlung gemessen. Ferner wurde mit Geoelektrik gearbeitet. Bei diesem Verfahren wird die Erdkruste durch Messung von elektrischer Spannung und Stromstärke an der Erdoberfläche erforscht. Abschließend sind Radongas-Messungen zum Einsatz gekommen. Dabei wird aus dem Boden Radongas angesaugt und dessen Konzentration ausgewertet. Während im Freien die mittlere Radonkonzentration ungefähr zehn Bequerel pro Kubikmeter beträgt - so eine Richtgröße - liege sie in Luftporen im Erdboden bei rund 20.000 Bequerel je Kubikmeter. In Deutschkatharinenberg sind zumindest an einer Stelle aber deutlich höhere Werte festgestellt
worden, so Leißring. Das könnte auf das Vorhandensein von Hohlräumen, wie etwa eines Stollens hindeuten. Zudem lasse sich die Existenz einer nicht natürlichen Einlagerung in fünf bis sieben Metern Tiefe nicht ausschließen, geht aus einem Messprotokoll hervor,
das Haustein vorgelegt wurde. (tw)

Publikation: Freie Presse
Lokalausgabe: Marienberger Zeitung
Erscheinungstag: Montag, den 19. Mai 2008


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